Was ist Parkinson?

In Deutschland sind ca. 300.000 Menschen, meist ab 50 Jahren, an Parkinson erkrankt. Die Gründe dafür sind bislang nicht bekannt, aber Fehler in der DNA könnten für Parkinson ursächlich sein. Einige (10 Prozent) sind erblich bedingt an Parkinson erkrankt. Das heißt, wenn in einer dieser Familien bereits jemand erkrankt ist, ist es wahrscheinlicher, dass dort wieder jemand erkranken wird.

 

Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der Zellen im Gehirn geschädigt werden. Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung und bezeichnet den Verlust von Nervenzellen, aber erst wenn der Verlust der Nervenzellen so groß ist, dass er vom Gehirn nicht mehr kompensiert werden kann, nennt man es eine neurodegenerative Erkrankung. Normalerweise sind Gehirnzellen langlebig, weshalb der Körper nicht fähig ist diese zu regenerieren. Im Gegensatz zu Demenz, welche auch eine neurodegenerative Erkrankung ist, bleiben bei Parkinson die geistigen Funktionen erhalten.

 

Wie schon erwähnt zerstört Parkinson bestimmte Zellen im Gehirn, welche das sind und welche Folgen dies mit sich zieht, erkläre ich im Folgenden:

Die betroffenen Zellen, welche zerstört werden, sind zuständig für die Produktion von Dopamin und befinden sich im Mittelhirn. Dopamin ist ein Botenstoff. Dieser ist für die Steuerung von Körperbewegungen notwendig, das bedeutet, wenn dieser Botenstoff nicht mehr produziert wird, kommt es zum Ungleichgewicht anderer Botenstoffe im Körper. Dadurch treten Störungen der Körperbewegungen auf (z.B. Sprachstörungen, steife oder zitternde Arme und Beine und Gleichgewichtsprobleme).

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Symptome der Parkinson Krankheit durch den Mangel an Dopamin entstehen. Bei einem Nervenimpuls werden durch mangelnde Dopamin-Produktion kaum noch mit Dopamin gefüllte Vesikel von der präsynaptischen zur postsynaptischen Synapse übertragen. Dadurch werden Aktionspotenziale nur schwach oder kaum übertragen, welche für das Weiterleiten von Reizen zuständig sind, wodurch etwas bewegt werden kann. Ist diese Reizweiterleitung durch den Mangel des Dopamins geschwächt, oder leitet gar nicht erst einen Reiz weiter, dann können die für Parkinson typischen Beschwerden auftreten.

 

Es gibt verschieden Arten Parkinson zu behandeln:

Zunächst wird Parkinson meist medikamentös behandelt, um den Krankheitsbeschwerden entgegen zu wirken. Dies wird meist mit künstlich zugeführtem Dopamin erreicht, wodurch die entstandenen Beschwerden durch den Dopamin-Mangel kompensiert werden. Neben Medikamenten gibt es auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Operative Eingriffe, bei denen die betroffenen Nervenzellen stimuliert werden (zur erneuten Dopamin-Bildung). Außerdem kann einem gezielt gegen die Beschwerden geholfen werden, wie zum Beispiel durch Krankengymnastik gegen steife Arme und Beine, oder Sprachübungen gegen die auftretenden Sprachstörungen.