Unterschiede zwischen Prokaryoten und Eukaryoten - die Zellorganellen

 

 

Prokaryoten

Eukaryoten

Beispiel

(Cyano-)Bakterien

Menschliche, pflanzliche Zelle

Größe

Ca. 0,2 – 10 µm

Ca. 10 – 50 µm

Form der DNA

Frei im Plasma
(kernäquivalent)

In Zellkern

Zellwand

Zellwand aus Murein

(Molekül aus Zucker und Aminosäuren besteht)

Pflanzliche Zelle :

Zellwand aus Cellulose
Tierische Zelle: fehlt

Zellkern

 -

+

Zellmembran

-

+

Plasmid

 +

-

Mitochondrien

 -

+

Endoplasmatisches Retikulum

 -

+

Golgi – Apparat

 -

+

Chloroplast

 -

+

Ribosomen

    70s*

 

 

   80s*

*Größe

 

Im Folgenden werden wir euch die Zellorganellen und deren Funktion erklären:

Der Zellkern, auch Nucleus genannt, ist vom Cytoplasma (s.u.) umgeben. Er ist die „Steuerzentrale“ der Zelle, denn er enthält die Erbinformationen (DNA), die für die Zellteilung und Steuerung der Stoffwechselvorgänge wichtig sind.

Die Kernhülle ist eine Doppelmembran zur äußeren Begrenzung des Zellkerns. In der Kernhülle befinden sich Poren. Sie ermöglichen einen kontrollierten Austausch von Stoffen zwischen Kerninnenraum und umliegendem Plasma.

Eine Zellwand gibt es nur bei pflanzlichen Zellen und besteht aus Zellulose. Sie verhindert das Platzen der Zelle bei Wasseraufnahme, wenn sich die Vakuole (s.u.) vergrößert. Außerdem sorgt sie für Stabilität. Tierische Zellen benötigen keine Zellwand, da sie keine Vakuole besitzen und somit nicht platzen können.

Die Biomembran besteht aus einer Lipiddoppelschicht (Fettschicht). Sie sorgt für die Abgrenzung von Zellkompartimenten (Zellorganellen und Zellräumen). Sie ermöglichen Stoffaustausch und Regulation. Sie verhindern eine unkontrollierte Verteilung von Stoffen. Sie ist selektiv permeabel, d.h. nur für bestimmte Stoffe durchlässig.

Die Zellmembran ist eine Biomembran. Sie grenzt die Zelle nach außen ab.

Ein Plasmid kommt nur bei Bakterien und einigen Hefen vor. Es ist ein doppelsträngiges DNA-Molekül. Das Plasmid ist als eigenständige genetische Einheit unabhängig vom Zellkern. Sie werden beispielsweise als Hilfsmittel in der Gentechnik verwendet.

Mitochondrien werden auch als „Kraftwerke der Zelle“ bezeichnet, da sie der Ort der Energiegewinnung sind. Die Speicherform der Energie ist ATP. Mitochondrien enthalten alle Enzyme für die Zellatmung, den Fettabbau und Kohlenhydratabbau.

Das Endoplasmatisches Retikulum ist ein weit verzweigtes, netzartiges Hohlraumsystem im Cytoplasma und ist mit der Kernmembran der Zelle verbunden. Es dient zur Signalübertragung, da es Calcium-Ionen speichert. Diese sind wichtig um Signale auf Nerven oder Muskeln zu übertragen. Es gibt ribosomenreiches (raues) und ribosomenarmes (glattes) Endoplasmatisches Retikulum. Am rauen ER findet die Translation (Proteinbiosynthese) statt. Das glatte ER baut schädliche Stoffe ab, die während des Zellstoffwechsels entstehen.

Die Gesamtheit der Dictyosome wird als Golgi-Apparat bezeichnet. Im Golgi-Apparat werden Proteine in Vesikel eingefügt um anschließend an ihr Ziel zu gelangen.

Die Chloroplasten verleihen Pflanzenzellen ihre typische Grünfärbung (Chlorophyll). Chloroplasten betreiben Photosynthese, wobei mithilfe von Sonnenlicht aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Glucose und Sauerstoff gebildet werden.

An den Ribosomen werden Proteine hergestellt (Ort der Proteinbiosynthese). Sie werden auch Eiweißproduzenten genannt.

Das Cytoplasma ist ein Ort vielfältiger Stoffwechselvorgänge. Es ist von der Außenwelt durch die Zellmembran (bei Pflanzenzellen zusätzlich durch die Zellwand) abgetrennt. Es ist die Grundsubstanz der Zelle und besteht aus Wasser und vielen weiteren Stoffen (Proteine, Ione). Alle Zellorganellen sind vom Cytoplasma umschlossen.

Die Vakuole kommt nur bei Pflanzenzellen vor. Sie hat nur eine einfache Membran und ist mit Zellsaft gefüllt. Dieser besteht hauptsächlich aus Wasser, sodass dadurch die Konzentration verschiedener Stoffe innerhalb der Zelle ausgeglichen werden kann (Osmose). Sie speichert zudem nicht benötigte oder schädliche Stoffe.

 © Ina Gast & Jasmin Zorn