Wie verläuft die Informationsverarbeitung?

Du kennst das…! Ein Freund ruft deinen Namen und du drehst dich zu ihm um. Doch was passiert dabei in deinem Inneren? Wie sieht der Weg der Informationsverarbeitung in dir bzw. in fast allen Tieren aus (Abb.1)?

Externe Reize (von außen) werden von deinen Sinnesorganen (Sensoren) aufgenommen und über sensorische Neurone als Information an das Gehirn (Zentralnervensystem) weitergeleitet (Input). Die Interneurone im Gehirn oder auch Ganglien (Anhäufung von Nervenzellkörpern) im peripheren Nervensystem analysieren nun die Information auf Basis von Kontext und Erfahrungen (Integration). Die nun folgende Reaktion auf den Reiz (Output) wird unter anderem über sogenannte Motoneurone veranlasst. Diese leiten die Signale weiter zu den Muskelzellen, welche dann kontrahieren.

Neurone, die Informationen im Gehirn oder Rückenmark verarbeiten, gehören dabei zum Zentralnervensystem (ZNS) und Neurone, die Informationen zum ZNS hin- oder weggeleiten, bilden das periphere Nervensystem (PNS).

 

Kompliziert? Besprechen wir es am Eingangsbeispiel. Dein gerufener Name ist demnach der sogenannte externe Reiz. Dieser wird von deinem Ohr über sensorische Neurone aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet. Die gewonnenen Informationen werden dort analysiert, interpretiert und eine Reaktion eingeleitet. Über Motoneurone werden nun die Muskelzellen der Halsmuskulatur angespannt und du drehst deinen Kopf in Richtung deines Freundes.

Abb. 1: Zusammenfassung Informationsverarbeitung
Abb. 1: Zusammenfassung Informationsverarbeitung