Was ist Symbiose?

Wenn du das Auto deiner Eltern gewaschen hast und von ihnen als Belohnung etwas Geld bekommst, habt ihr beide einen Vorteil dadurch. Dieser Vorgang ist ein übertragenes Beispiel für die Symbiose.

Grundsätzlich ist die Symbiose die wechselseitige Beeinflussung von Individuen zweier unterschiedlicher Arten, die für beide Arten vorteilhaft ist.

Beispielsweise locken bei der Symbiose Blütenpflanzen durch Duftstoffe Insekten an, da diese Nahrung in Form des produzierenden Nektars der Pflanzen aufnehmen und als Gegenleistung für die Bestäubung der Pflanzen sorgen. Im Endeffekt können Pflanzen so ihre Pollen an andere Pflanzen weitergeben und somit ihre Fortpflanzung sichern. Im Laufe der Zeit bzw. Evolution haben die Pflanzen unterschieldiche Blütenformen ausgebildet, sodass der Nektar im Inneren der Blüte verborgen ist. Dies führt dazu, dass nur bestimmte Tierarten (meist Insekten) aufgrund ihres Körperbaus an den Nektar jeweils bestimmter Pflanzen gelangen.

Dabei kann die Beziehung zwischen den verschiedenen Organismen unterschiedlich intensiv sein. Die Partner sind bei der sogenannten Putzersymbiose, im Gegensatz zu den Blütenpflanzen, die sich ohne ihre Bestäuber nicht vermehren und existieren können, nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Bei der Putzersymbiose befreit eine Art die andere Art  von Parasiten und Verunreinigungen auf der Hautpberfläche, die ihm als Nahrung dienen. Solch eine Symbiose ist zum Beispiel zwischen Vögeln und Büffeln zu finden.

 

Flechten bestehen aus einem Pilzgeflecht und aus einzelligen Grünalgen oder Bakterien. Sie haben eine sehr enge symbiotische Lebensgemeinschaft, bei der die Pilze den Algen Kohlenstoffdioxid und Mineralstoffe zukommen lassen und die Algen im Gegenzug Fotosynthesenedprodukte und Sauerstoff liefern. Gemeinsam haben die Organismen also spezielle Eigenschaften, die sie ohne den jeweiligen Partner nicht einsetzen könnten. Aus diesem Grund können sich die Flechten  daher auch unter sehr ungeeigneten Lebensumständen wie zum Beispiel in Tundren, Wüsten und in den Tropen aufhalten.

 

Ein anderes Beispiel sind die Knöllchenbakterien. Da Pflanzen den Stickstoff aus der Luft nicht einfach nutzen können, sind diese Knöllchenbakterien dagegen in der Lage, den Stickstoff der Luft anzubinden und ihn in lösliche Stickstoffverkettungen umzusetzen. Die Pflanzen haben hierdurch die Chance den Nährstoff zu nutzen und als Ausgleich gewinnen die Knöllchenbakterien Fotosyntheseprodukte der Pflanzen, die sie zum Überleben benötigen.