Populationswachstum

Das Populationswachstum beschreibt die Zunahme der Individuenzahl in einer Population. Es ist abhängig von der Geburtenrate (Natalität), Sterberate (Mortalität), Einwanderung und der äußeren Umwelt (Kapazität des Lebensraums).

Gibt es wenige Ressourcen, resultiert das in einer hohen Mortalität und einer niedrigen Natalität. Sind die Umweltbedingungen optimal, beginnt das Wachstum theoretisch exponentiell zu steigen.

 

Dabei gilt:  r*N

R  - steht für die Wachstumsrate und setzt sich aus der Geburtenrate – Sterberate zusammen.

N  - steht für die schon bestehende Individuenzahl.

 

Die Wachstumsrate würde 1 betragen, wenn alle Individuen einer Art überleben würden.

Außerdem kann man die Formel r*N auch zusammensetzen, indem man das Zeitfenster in dem gemessen wird (dt) von der Änderung der Anzahl bereits vorhandener Individuen (dN) dividiert:       

 

(Abbildung 1)

 

Nach der exponentiellen Steigung, verfällt das Wachstum der Population in ein lineares Wachstum. Und da die natürlichen Ressourcen (biotische und abiotische Faktoren) begrenzt sind, wird irgendwann ein Sättigungswert erreicht, was bedeutet, dass die Kapazität des Lebensraums ausgenutzt ist und die Population nicht weiter wächst. Entweder gibt es dann einen Vermehrungsstopp oder 50 Prozent der bestehenden Population sterben und 50 Prozent pflanzen sich weiter fort. Es gilt: Je größer die bestehende Population ist, desto weniger wächst sie.

Eine solche Wachstumskurve wird als logistisches Wachstum bezeichnet. Jede Population hat eine bestimmte Kapazitätsgrenze (K) und folgt einem logistischen Verlauf. Dieser ist meistens in die drei Hauptteile: exponentielles und lineares Wachstum und das Erreichen des Sättigungswertes unterteilt.

 

(Abbildung 2)

 

Exkurs: 

Beim Populationswachstum unterscheidet man zwischen zwei Fortpflanzungstypen. Den fürsorglicheren K-Strategen und den R-Strategen. Die K-Strategen nutzen die Kapazität des Lebensraums stärker. Sie zählen zu den Platzhaltertypen und haben eine lange Brutpflege. Außerdem ist die Populationsgröße recht konstant. Zu den K-Strategen zählen Tierarten wie Wale, Elefanten, Primaten und Menschen, wobei das immer im Verhältnis zu anderen Tierarten betrachtet werden muss. Die R-Strategen zielen auf eine hohe Wachstumsrate und werden auch ´Ausbreitungstypen´ genannt. Sie versuchen in kurzer Zeit eine große Population zu schaffen. Beispieltierarten sind Feldmäuse, Kaninchen und Insektenarten. 

© Malin Bertram