Regulation der Populationsdichte

Die sogenannte Populationsdichte, die das Verhältnis der Individuen auf dem vorhandenen Lebensraum beschreibt, hat Auswirkungen auf das Wachstum. Das Wachstum einer Population wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst.

Die Populationsgröße kann in Abhängigkeit, aber auch unabhängig von der Populationsdichte reguliert werden. Man unterscheidet zwischen dichteabhängigen und dichteunabhängigen Faktoren.

 

Zu den dichteunabhängigen Faktoren zählen Naturkatastrophen, Umweltbedingungen, Klima, Boden, Wind, Niederschläge etc., die sich unabhängig von der Populationsdichte auf die Population auswirken.

So ist der kalte Winter ein Beispiel für dichteunabhängige Faktoren, der sich auf die Population auswirkt. Die Kälte hat zur Folge, dass viele Tiere erfrieren und sterben.

Ein weiteres Beispiel ist die Überschwemmung durch Flut. Dadurch ist die Population von Mäusen und Maulwürfen z.B. gefährdet und verringert sich.

 

Die dichteabhängigen Faktoren beschreiben, dass die Population selbst ab einer bestimmten Größe Einfluss auf die Populationsdichte hat und dieser entgegenwirkt. Dies erfolgt in Form von Nahrungsmangel, Platzmangel, Fressfeinden, Infektionskrankheiten etc.

Bei einer sehr hohen Populationsdichte kann Nahrungsmangel herrschen. Demzufolge können kommende Generationen, z.B. Jungtiere nicht ernährt werden und unter einer Fehlernährung leiden und sterben. Dies hat zur Folge, dass die Populationsgröße verringert wird.

Auch Platzmangel ruft Auswirkungen in der Populationsdichte hervor. Zum einen können sich Infektionskrankheiten schneller verbreiten, wenn zu viele Individuen auf einem engen Lebensraum leben, zum anderen kann Platzmangel die Nachkommen beeinflussen. Der Mangel an Nistplätzen z.B. führt dazu, dass nicht alle Individuen brüten können und  somit weniger Nachkommen geboren werden. Dadurch wird die Populationsdichte auch reguliert.

 

Regulation der Populationsdichte durch aktive Eigenkontrolle

Oft kann die Populationsdichte auch durch Eigenkontrolle der Tiere aktiv reguliert werden.

Bei Nahrungsmangel fressen Krokodile ihre eigenen Jungtiere, um selbst zu überleben. Der Steinadler ernährt nur das größte Jungtier, wenn zu wenig Nahrung vorhanden ist. Bei Platzmangel für Jungtiere empfinden Ratten Stress, wodurch die weiblichen Ratten unfruchtbar werden können.

 

© Marigona Fekaj