Was ist Parasitismus?

Hattest Du schon mal einen Zeckenbiss oder einen Mückenstich? Dann wurdest Du Opfer eines Parasiten.

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen und Formen von Parasitismus. Interessant ist, dass rund 50 Prozent aller Lebewesen parasitär leben. Unter Parasitismus versteht man die Versorgung eines Lebewesens durch die Nutzung der Ressourcen einer anderen Art. Den ausgebeuteten Organismus, der durch die Ausbeutung geschädigt wird, bezeichnet man als Wirt.

Parasiten lassen sich in zwei verschiedene Gruppen unterteilen. Zum einen in die Endoparasiten und zum anderen in die Ektoparasiten.

Der wesentliche Unterschied der Parasiten ist, dass der Endoparasit innerhalb von Geweben lebt. Der Ektoparasit dagegen hält sich auf der Oberfläche des Gewebes des Wirtes auf. Ein bekannter Endoparasit ist zum Beispiel der Bandwurm. Die oben angesprochenen Zecken und Mücken gehören zu den Ektoparasiten.

 

Es gibt auch Parasiten, die nur eine bestimmte oder auch nah verwandte Arten befallen. Dies bezeichnet man als Wirtsspezifität.

Bei manchen dieser Parasiten kommt es zu einem Wirts- und Generationswechsel. Dabei werden Junglarven von einem Zwischenwirt aufgenommen. Zum Beispiel wird die Junglarve des Fuchsbandwurms von einer Maus aufgenommen. Die Junglarve entwickelt sich zu einer Tochterlarve, wodurch die Maus erkrankt und eine leichte Beute für den Fuchs wird. Der Fuchs, auch Endwirt genannt, frisst dann die Maus und nimmt die Tochterlarve auf. Diese kann sich nun im Fuchs zum erwachsenen Parasiten entwickeln.

Der Parasit beziehungsweise die Larven können fälschlicherweise auch durch einen Fehlwirt wie zum Beispiel dem Menschen aufgenommen werden.

Die Parasiten können sich in den Fehlwirten oder Zwischenwirte nicht richtig entwickeln, sodass der Lebenszyklus im Fehlwirt endet. Der Fehlwirt kann durch diesen Befall erkranken.

 

Neben den tierischen Parasiten gibt es auch pflanzliche Parasiten. Diese entziehen den Pflanzen mit Saugfortsätzen Wasser, Nährsalze und energiereiche körpereigene Stoffe. Ihre Vorgehensweise besteht darin, dass sie mit speziellen Saugorganen bis in die Leitbündel der Wirtspflanze vordringen. Diese Parasitenform ist ebenfalls in zwei Gruppen zu unterteilen. Dem Vollschmarotzer und Halbschmarotzer. Der Unterschied ist, dass der Vollschmarotzer vollkommende Abhängigkeit vom Wirt besitzt, während der Halbschmarotzer nur zum Teil abhängig ist. Das heißt, dass er z.B. ediglich Nährstoffe und Wasser benötigt.

 

Ein Spezialfall von Parasitismus sind Parasitoide. Diese Parasitoiden legen ihre Eier in lebenden Wirten, welche den Wirt von innen heraus fressen und ihn somit Töten. Der Wirt stirbt jedoch erst, wenn die Entwicklung der Larve vollendet ist.