Wie ist das Fließgewäser aufgebaut?

Wahrscheinlich ist euch die Vielseitigkeit eines Flusses noch gar nicht bewusst. Daher werde ich euch dieses abwechslungsreiche Ökosystem genauer erläutern.

Was sind Fließgewässer? In Abb. 1 könnt ihr erkennen zu welchen Gewässern die Fließgewässer gehören und welche unter Fließgewässer fallen.
Fließgewässer bzw. Flüsse weisen von der Quelle (Anfang) bis hin zur Mündung (Ende) einige Veränderungen auf. Dazwischen folgt der sogenannte Ober-, der Mittel- und der Unterlauf.
Als Erstes beschreibe ich die einzelnen Abschnitte eines Fließgewässers. An der Quelle entspringt der eigentliche Fluss. Dort wird durchgehend Grundwasser auf natürliche Weise beigefügt.
Charakteristika für den Oberlauf sind zum einen das starke Gefälle, welches stark ist, da die meisten Quellen aus Bergen entspringen, die niedrigen Temperaturen des Wassers und die kaum vorhandene Wassertrübung. Die Strömung transportiert Bodenpartikel etc. bis hin zur Mündung. Durch die im Oberlauf hohe Geschwindigkeit des Flusses werden Dreck, Bodenpartikel und Mineralsalze schnell in den Mittellauf gespült. Das führt dazu, dass der Oberlauf meist klares Wasser ohne Trübung beinhaltet. Je näher der Fluss der Mündung kommt, desto dreckiger wird auch das Wasser, da die Geschwindigkeit deutlich abnimmt.
Jetzt folgt der Mittellauf. Die beim Oberlauf noch von der Strömung getragenen Flussfracht (zB. Blätter, Dreck und Steine) legt sich nun am Flussbett an, da das Gefälle sinkt. Durch die verlangsamte Flussgeschwindigkeit kann es nun auch zur Ansiedlung von Pflanzen kommen. Die Temperatur erhöht sich jetzt, da durch die niedrigere Geschwindigkeit das Wasser länger von der Sonne bestrahlt wird. Die Pflanzen am Ufer sowie Fels, grobes Geröll oder Kies (teilweise mit Sand und Schlamm am Gewässergrund durchsetzt) sorgen für einen hohen Sauerstoffgehalt.
Der Unterlauf, meistens umgeben von Sand, wird durch Breite und Tiefe charakterisiert. Durch das fast kaum vorhandene Gefälle kommt es zu einer langsameren Geschwindigkeit und dementsprechend höheren Wassertemperatur.
Die Ufer sind ab diesem Bereich meist von Pflanzen besiedelt. Die Mündung (meist eine Deltamündung) ist der Übergang vom Fluss ins Meer oder den nächst größeren Fluss.

 

Was sind Deltamündungen?
Der bis hierhin transportierte Dreck wird nicht weiter gespült und lagert sich am Flussbett ab. Wenn sich viele Ablagerungen bilden führt, das dazu, dass die Wege des Flusses ins nächste Meer versperrt werden, sodass sich das Fließgewässer mehrfach aufgabelt. Des Weiteren werden Flüsse auch in Fischregion unterteilt. Beginnend mit der Quelle und endend mit der Mündung: Forellen-, Äschen-, Barben-, Brachsen- und Flunder-Region. Ich hoffe, du konntest mit diesem Text das Ökosystem Fließgewässer besser verstehen. Die Abbildung 1 zeigt dir welche Gewässer alle zu Fließgewässern zählen.

Abb. 1: Übersicht Gewässer
Abb. 1: Übersicht Gewässer